"Griaß God" bei den Moosthenninger Trachtlern!

Seit mehr als 60 Jahren gestaltet auch der Heimat- und Volkstrachtenverein das kulturelle Leben unseres Dorfes Moosthenning in Niederbayern mit großem Engagement. Zu unseren Aktivitäten gehören - neben Volkstanz und Volksmusik - besonders die Pflege und das Erhalten und Bewahren alter Bräuche, sowie die Liebe zur Tracht unserer Mooser Heimat.

Sammeln Sie auf unseren Seiten weitere Informationen über und rund um den Verein und seine Arbeit für Jugend und Kultur.

"Leit schiabt's o !" 

Endlich gab es heuer im Anschluss an die Coronapause wieder die Möglichkeit, einen Maibaum aufzustellen. Nach den Vorarbeiten durch die Trachtenjugend, die die Kränze und Girlande gebunden und den Maibaum, wie seit vielen Jahren, beim bewährten Maibaumlieferanten Florian Stieberger aus Rimbach abgeholt, nach Moosthenning gebracht und sorgfältig bewacht hatte, trafen sich die Maibaumverantwortlichen mit ihren Helfern am 1. Mai, um den Maibaum 2022 herzurichten.

Gegen 15.00 Uhr war dies geschafft und das Aufstellen konnte beginnen. Dazu hatten sich viele Zuschauer eingefunden da unser Verein beschlossen hatte, heuer alle Zuschauer mit Speisen und Getränken zu versorgen und so das Maibaumaufstellen auch zu einem Familienfest werden zu lassen. Für die Kinder hatte man deshalb eigens eine Hüpfburg besorgt, die im anliegenden Kinderspielplatzbereich platziert wurde. Um gegen alle Witterungseinflüsse gewappnet zu sein, wurde zudem sicherheitshalber ein Teil des Zeltes der Moosthenninger Vereine aufgebaut.

Aber der Wettergott meinte es gut mit uns, denn der bis zum frühen Nachmittag anhaltende Nieselregen hörte endgültig auf und die Sonne ließ sich ebenfalls langsam blicken. Man konnte also problemlos mit dem Aufstellen des Baumes beginnen. Unter der fachkundigen Leitung von Vorstand Rainer Kopfmüller und Hans Benkhauser begannen die Helfer, den 27m langen Maibaum mit viel Irxen-Schmalz in die Höhe zu wuchten. Gegen 17.00 Uhr war das geschafft und der Maibaum an seinem Standort gesichert.

Nun konnten sich Helfer und Zuschauer mit Schnitzel- und Würstelsemmeln und den dazu, je nach Alter, passenden Getränken stärken. Eine Hüpfburg zu beschaffen war eine blendende Idee gewesen, denn diese und die Spielgeräte im Kinderspielplatz waren ständig von Kindern umlagert, sodass deren Eltern die Gelegenheit zu einem gemütliche Ratsch bei einer zünftigen Brotzeit beim und im Zelt nutzen konnten.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der wiedererweckten Volkstanzgruppe des Vereins. Diese zeigte unter der ausgezeichneten musikalischen Anleitung durch ihre Musikerin Doris, dass sich ihr – trotz Corona-Pandemie - bisheriges intensives Training gelohnt hatte, denn alle gezeigten Volkstänze gelangen fehlerlos. Dafür erhielten sie auch den ihnen gebührenden Applaus der begeisterten Zuschauer.

Anschließend unterhielten Vorstand Rainer Kopfmüller, Daniel Stiess und Sebastian Eichinger mit ihren Diatonischen und dem Akkordeon die Anwesenden und veranlassten manchen Gast länger zu bleiben, als er eigentlich vorgehabt hatte. Sogar ein spontaner Volkstanz entstand, bei dem nicht nur Mitglieder der Tanzgruppe sondern jeder Besucher, der einen der Tänze kannte, mitmachen konnte und dies auch nutzte.

So kam diese neue Art des Maibaumaufstellens bei allen Helfern und Zuschauern hervorragend an und wird sicherlich im nächsten Jahr ihre Fortsetzung finden.