Moosthenninger Trachtler blicken optimistisch in die Zukunft

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Gruppenzimmerrenovierung 2021

Tradition und Moderne verbinden, Menschen zusammenbringen, Brauchtum leben – der Heimat- und Volkstrachtenverein Moosthenning prägt seit Generationen das Dorfgeschehen des Ortes mit. Nach Corona bedingter Pause hoffen die Trachtler nun bald wieder auf ein reges Vereins- und Dorfleben.

Im September vergangenen Jahres konnte der Heimat- und Volkstrachtenverein Moosthenning noch die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen abhalten, bevor die angespannte Pandemielage Aktivitäten und Treffen für lange Zeit verhinderte. Dabei hatte sich das Team um den neuen 1. Vorstand Rainer Kopfmüller vieles vorgenommen. Mit einer Mischung aus Altbewährtem und neuen Ideen wollte man gemeinsam aktiv werden. Seit einigen Wochen herrscht nun wieder reges Treiben bei den Vereinsmitgliedern. Die wertvollen Trachten werden momentan gereinigt und geordnet und dadurch auf Vordermann gebracht. Dann sollen nach und nach die aktiven Mitglieder mit ihnen ausstaffiert werden. Bei der Inventur wurde aber auch festgestellt, dass einiges neu beschafft werden und der Verein in den Fundus investieren muss.

Erfreuliches gibt es von der Tanzgruppe des Vereins zu berichten. Nach mehreren Jahren konnte diese im Verein wieder aktiviert werden.  Die Gruppe erfreut sich über regen Zulauf, an die zehn Paare kommen zu den regelmäßig stattfindenden Tanzproben. Vortänzer Stefan Baumgartner übt zusammen mit seiner Frau Sonja die verschiedensten Tänze mit den Paaren: Landler, Sternpolka, Marschierboarischer und viele weitere werden gemeinsam einstudiert. Die Tanzproben finden im Sommer bei der Herbergswirtin Dusanka Karanoviç im Biergarten oder am Dorfplatz im Freien statt. Oft sitzt man im Anschluss daran noch beisammen. Der erste Auftritt ist für die Tänzerinnen und Tänzer beim Erntedankfest am 02. Oktober geplant. Wer Interesse am Brauchtumstanz hat, Anschluss an die Dorfgemeinschaft sucht oder einfach mal in den Verein hineinschnuppern möchte, ist bei den Tanzproben stets willkommen.

Positives gibt es auch von der „Moosthenninger Dorfbühne“ zu berichten. In Moosthenning soll wieder Theater gespielt werden. Aus der Dorfbühne, welche lange Zeit erfolgreich Theaterstücke aufgeführt hat, gründete sich vor knapp 70 Jahren der Heimat- und Volkstrachtenverein. Zu diesen Wurzeln will die aktuelle Vorstandschaft nun zurückkehren. „Nach mehreren Jahren ohne Theater im Dorf freut es mich, dass diese alte Tradition nun wieder auflebt. Die Truppe haben wir beisammen: Akteure, Bühnenbauer, Regisseur stehen bereit und freuen sich auf das Projekt.“ so Vorstand Rainer Kopfmüller. In der Fastenzeit 2022 soll es (vorbehaltlich Corona) dann wieder heißen: „Vorhang auf !“

Apropos Corona: Leidtragende der Pandemie waren bekanntermaßen vor allem die Kinder und Jugendlichen. Auch im Heimat- und Volkstrachtenverein hinterließ die Notwendigkeit der Kontaktvermeidung ihre Spuren. So fiel das Gruppenzimmer, das vorher immer rege von der Dorfjugend genutzt wurde, unfreiwillig in einen „Dornröschenschlaf“. Die Trachtenjugend nutzte diese Zeit aber für Renovierungsarbeiten. Außerdem wurde dem Verein seitens der Gemeinde die Nutzung der ehemaligen Bäckereiräume in Aussicht gestellt. Der Trachtenverein ist zuversichtlich dort den Jugendlichen, nach entsprechender Umgestaltung, ansprechende Räumlichkeiten zur Verfügung stellen zu können. „Dieser zentrale Treffpunkt ist für die jungen Moosthenninger sehr wichtig, denn die Trachtenjugend ersetzt bei uns im Dorf die Landjugend, welche es im Ort Moosthenning nicht gibt.“ so Vorstand Rainer Kopfmüller. In naher Zukunft ist deshalb eine Versammlung angedacht, zu der die Kinder und Jugendlichen des Dorfes eingeladen werden sollen, damit sie sich bereits im Vorfeld an der Gestaltung ihrer Räume aktiv beteiligen können.

Man sieht: Die Moosthenninger Trachtler haben viel vor. Der Verein, der 1953 gegründet wurde, möchte das Dorfleben mit Festen, Tanz, Musik und gelebtem Brauchtum mitgestalten und bereichern. Ganz nach dem Vereinsmotto „Sitt und Tracht der Alten wollen wir erhalten !“ will man so gemeinsam die schönen Traditionen der Heimat erhalten und bewahren.

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