Unvergessen

Johann Graßl, Gründungsvorstand

Johann Graßl

(*18.06.1919  † 09.05.1983)

Er war die treibende Kraft zur Gründung der Moosthenninger Dorfbühne und des daraus entstandenen Heimat- und Volkstrachtenvereins. Über lange Jahre als erster und zweiter Vorstand hat er den Werdegang unseres Vereins entscheidend geprägt. Gemeinsam mit seiner Gattin Rosa hat er in zahlreichen Theaterstücken, sowohl als Spielleiter, als auch als begeisternder Darsteller mitgewirkt. Aber auch sein Engagement außerhalb des Vereins, wie zum Beispiel bei der Erstellung des ersten Kinderspielplatzes in Moosthenning, wird uns allen unvergesslich in Erinnerung bleiben.

Franz Eingärtner

Franz Eingärtner

(*30.11.1936  † 24.11.1995)

"Heimat-Chronist" - auf keinen anderen könnte diese Bezeichnung besser zutreffen, als auf Franz Eingärtner. In seinen Aufzeichnungen und seiner einzigartigen Bildersammlung hat er nicht nur für unseren Verein Altes und Erhaltenswertes für die kommenden Generationen bewahrt. Über einen langen Zeitraum hat er sich auch als erster und zweiter Vorstand, Mu-siker und Chorleiter des Trachtenchores um den Heimat- und Volkstrachtenverein außer-ordentlich verdient gemacht. Gerade bei der Erstellung unserer Festschrift zum 50-jährigen Vereinsjubi-läum haben wir dankenswerterweise aus den reichhaltigen Quellen seines unvergleichlichen Archivs schöp-fen dürfen.

Expositus Johann Malterer

Expositus Johann Malterer

(*23.04.1942  † 11.09.2000)

Am 1. September 1977 wurde er zu unserem Seelsorger bestimmt. Beim 25-jährigen Gründungsfest des Trachtenvereins, im Jahr 1978, gestaltete er in seiner unnachahmlichen Art den Fest-gottesdienst. Auch in der Folgezeit war er den Moosthenninger Trachtlern immer herzlich ver-bunden. In seinem ganzen priesterlichen Leben ist Johann Malterer vorrangig Mensch geblieben, erst in zweiter Linie verstand er sich als Amtsperson. Er war ein Streiter für und mit der Jugend und verstand sich als einer, der mit anderen unterwegs sein wollte. Nicht nur durch einen Platz im ehemaligen Expositursitz Dornwang, der seinen Namen trägt und eine dort angebrachte Gedenktafel, sondern besonders durch seine feinfühlige Art mit den Menschen in seiner Expositur umzugehen, wird uns Hans Malterer für ewig unvergessen bleiben.

Franz Winkler

Franz Winkler

(*04.04.1936  † 12.01.2006)

Was wäre anfangs die 2. Stimme der Mooserer Hoamatsänger ohne Franz Winkler gewesen. Hat-te er ein Lied einmal verinnerlicht, konnte ihn so leicht nichts mehr aus der Fassung bringen. Je-den Ton traf er ganz sicher. Deshalb war er für uns andere Sänger eine große Stütze. Bei der Wie-dergründung der Männergesangsgruppe nach dem Tod ihres Chorleiters Franz Eingärtner war er sofort wieder mit Leib und Seele dabei und fehlte bei keiner Probe. Umso schwerer wog für uns der Verlust unseres Freundes. Aber auch bei unzähligen Trachtenausfahrten mit dem Verein waren er und seine Inge stets treue Begleiter. Zudem trugen viele Weinfeste seine „Handschrift“, denn die Wein- und Brot-zeitkarten entsprangen allein seiner Feder. Franz war mit seiner ruhigen, bedächtigen Art bei seinen Sängern und im ganzen Verein außerordentlich beliebt und fehlt allen sehr.

Richard Benkhauser

Richard Benkhauser

(*15.04.1967  † 03.09.2009)

Wie ein Keulenschlag traf alle die Nachricht, dass unser „Richie“ nicht mehr unter uns weilt. So wie auf dem Bild kannten ihn alle. Brauchte man Hilfe und bat Richard darum, war er sofort mit Werkzeug, Bulldog, Anhänger oder Autoanhänger zur Stelle. Von ihm gab es nie ein "Nein". Sei-ne Hilfsbereitschaft war grenzenlos. Auch im Verein fungierte er als langjähriger Fähnrich und Fähnrichstellvertreter und war bei den Vereinsfahrten oder wenn ein Mitglied zu Grabe getragen werden musste stets zuverlässig zur Stelle. Ein besonderes Anliegen war ihm der Maibaum. Im Wald fällte er ihn, nachts bewachte er ihn dann mit seinen Kameraden und am Tag des Aufstel-lens war er stets mit Kettensäge und anderem Werkzeug zur Stelle, um den Baum mit ein paar Helfern fertig zum Aufstellen herzu-richten. Wer hätte geglaubt, dass der heurige Maibaum sein letzter sein würde? Richard hinter-lässt somit nicht nur im Verein, sondern im ganzen Dorf eine schmerzliche Lücke, die so leicht nicht zu schließen sein dürfte.

Max Mittermeier, Ehrenmitglied

Max Mittermeier

(*07.10.1929  † 08.12.2009)

Am 2. Oktober 1953, einem Freitagabend, trug sich Max bei der Gründungsversammlung unseres Vereins als Nummer 5 auf der Anwesenheitsliste ein. In derselben Versammlung begann auch seine viele Jahre dauernde aktive Tätigkeit für den Verein. Er wurde nämlich gleich zum ersten Schriftführer des Vereins gewählt. Im Jahr 1969 übernahm er sogar das Amt des 1.Vorstandes, welches er bis zum Jahr 1972 innehatte. Insgesamt 56 Jahre lang hielt Max senem Trachtenverein die Treue. Jahrelang kümmerte er sich auch als unser Trachtenschneider um die Tracht des Vereins. Er besorgte die Stoffe, nähte Joppen und Hosen und wenn etwas zu ändern oder zu reparieren war hieß es einfach: „Geh zum Max, der mocht des scho.“ Für seine großen Verdienste um den Verein wurde er bei einem Vereinsabend am 13. März 1982 zu Recht zum Ehrenmitglied ernannt. Nach längerer schwerer Krankheit fand er nun den ewigen Frieden.

Otto Spanner, Ehrenmitglied

Otto Spanner

(*17.04.1926  † 31.08.2010)

Wie Sonne und Mond, Firmament und Erde, Pfeffer und Salz fest zusammengehörende Begriffe sind, so war dies ebenso bei dem Namen Otto Spanner und Heimat- und Volkstrachtenverein. Fast wie ein roter Faden zog sich der Trachtenverein seit seiner Gründung durch sein Leben. Am 6. Juni 1947 wurde die Dorfbühne Moosthenning als Vorläufer des Trachtenvereins gegründet. Otto Spanner übernahm das Amt des Kassenwartes. Im Oktober 1953 entstand daraus der Heimat- und Volks-trachtenverein für dessen Kasse wiederum Otto Spanner verantwortlich wurde. Als der Verein dann im Juni 1956, auch dank seiner sorgfältigen und ausgewogenen Kassenführung, sei-ne 1. Fahnenweihe feiern konnte, übernahm er mit seiner Familie sogar den Hauptpart, indem seine Frau das Ehrenamt der Fahnenmutter annahm - zu einer Zeit, als Stundenlöhne um die 2 DM üblich waren, eine Fahnenweihe aber nichts desto trotz von der Festfamilie auch ihren nicht geringen finanziellen Tribut forderte. Im August 1978 schließlich ließ er sich nicht lange bitten und bekleidete gerne das Amt des Schirmherrn beim 25-jährigen Gründungsjubiläum des Heimat- und Volks-trachtenvereins. Für all diese Verdienste um den Verein wurde dem Gründungsmitglied am 21. Oktober 1978 bei der Abschlussfeier zu diesem Fest verdientermaßen die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Das hinderte ihn aber nicht, sich auch in den folgenden Jahren weiter für den Trachtenverein zu engagieren. Bei der Fahnenrestaurie-rung 1987 und den beiden Gründungsjubiläen in den Jahren 1993 und 2003 brachte er sich ebenfalls wieder zusammen mit seiner Familie als großer Förderer dieser Vereinsgeschehen ein. Zudem war er bis ins hohe Alter aktiver Teilnehmer an vielen Veranstaltungen des Trachtengaus und seines Trachtenvereins. Man sieht also, dass sich der Verstorbene Zeit seines Lebens unermüdlich für den Heimat- und Volkstrachtenverein Moosthenning eingesetzt hat. Wegen all dieser unschätzbaren Dienste ist unser Heimat- und Volkstrachtenverein dem Verstor-benen zu großem Dank verpflichtet und wird ihm deshalb stets ein ehrendes Gedenken bewahren.

Maria Spanner, Ehrenmitglied

Maria Spanner

(*02.12.1927  † 19.04.2016)

Auch Maria Spanner und der Heimat- und Volkstrachtenverein waren ebenso untrennbar miteinander verbunden, wie es schon ihr Ehemann Otto war. Bei ihr zog sich der Trachtenverein genauso wie ein roter Faden durch ihr Leben. Am 6. Juni 1947 wurde die Dorfbühne Moosthenning als Vorläuferin des Trachtenvereins ge-gründet. Maria Spanner, die damals noch Mittermeier hieß, wurde Vertreterin der weiblichen Jugend. Als man dann im Juni 1956 die 1.Fahnenweihe der inzwischen zum Heimat- und Volkstrachtenverein gewordenen Dorfbühne feiern konnte, übernahm Maria Spanner das Ehrenamt der Fahnenmutter zu einer Zeit, als Stundenlöhne um die 2 DM üblich waren, eine Fahnenweihe aber nichts desto trotz von der Festfamilie auch ihren nicht unerheblichen finanziellen Tribut forderte. Im August 1978 schließlich ließ sie sich nicht lange bitten und  bekleidete gerne das Amt der Festmutter beim 25-jährigen Gründungsjubiläum des Heimat- und Volkstrachten-vereins. Für all diese Verdienste um den Verein wurde ihr am 21. Oktober 1978 bei der Abschlussfeier zu diesem Fest verdientermaßen die Ehrenmitgliedschaft ver-liehen. Das hinderte sie aber nicht, sich auch in den folgenden Jahren weiter für ihren Trachtenverein zu engagieren. Bei der Fahnenrestaurierung 1987 und den beiden Gründungsjubiläen in den Jahren 1993 und 2003 brachte sie sich ebenfalls wieder, zusammen mit ihrer Familie, als große Förderin dieser Vereinsgeschehen ein. Zum Schluss möchte ich kurz Franz Eingärtner, den Verfasser unserer Vereinschronik zitieren, der in einem Absatz Maria Spanner wie folgt beschreibt: „An dieser Stelle sei nun noch einmal die Fahnenmutter Maria Spanner erwähnt. Oftmals wird von diesem Ehrenamt leichtfertig und oberflächlich geredet, ohne sich darüber wirklich nähere Gedanken zu machen. Gilt es wirklich nur dem Augenblick? Will man nur einmal kurz im Rampenlicht stehen. Mitnichten! Ohne Wenn und Aber verpfändete Maria Spanner als Fahnenmutter ihren Namen für den Heimat- und Volkstrachtenverein, für dessen Ideale, die Heimat zu ehren und Brauchtum und Volksgut zu erhalten. Da-für trat sie immer persönlich ein. Somit verkörpert sie ein Stück Vereinsgeschichte.“ Wegen all dieser unschätzbaren Verdienste ist unser Heimat- und Volkstrachtenver-ein der Verstorbenen zu großem Dank verpflichtet und wird ihr deshalb stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Mathias Kopfmüller, Ehrenvorstand

Mathias Kopfmüller, Ehrenvorstand

(*19.07.1938  † 21.09.2019)

Im Jahr 1957 trat Mathias dem Verein bei. 1972 wurde er zum Vorstand gewählt. Dieses Amt hatte er bis zum Jahr 2000 inne. Unter seiner Führung konnte der Verein im Jahr 1978 das 25-jährige Gründungsjubiläum, 1987 die Fahnenrestaurierung und 1993 das 40-jäh-rige Gründungsjubiläum feiern. Im Oktober 2000 übergab er sein Vorstandsamt und einen lebendigen, geordneten Verein an seinen Nachfolger Elmar Spanner. Zum Dank für seine langjährige ausgezeichnete Arbeit als 1. Vorstand wurde er zum Ehrenvorstand ernannt. Auch nach seiner Zeit als 1. Vorstand war der Verstorbene noch lange aktiver Teilnehmer bei vielen Veranstaltungen des Trachtengaues und des Vereins und hat sich immer wieder unermüdlich für „seinen“ Verein eingesetzt. Nach längerer schwerer Krankheit durfte er nun zu seinem Schöpfer heimkehren. Für alle seine unschätzbaren Dienste für seinen Trachtenverein ist der Heimat- und Volkstrachtenverein dem Verstorbenen zu großem Dank verpflichtet und wird ihm deshalb stets ein ehrendes Gedenken bewahren.